Wie wichtig ist der Sichtbarkeitsindex im eCommerce?

Im SEO und Onlinemarketing gelten die verschiedenen Sichtbarkeitsindizes als einheitlicher Maßstab um die Stärke einer Webseite zu vergleichen. Auch wenn die Bedeutung bei vielen Fachleuten mittlerweile etwas nachgelassen hat, ist dieser zur Veranschaulichung von SEO-Erfolg oder auch Misserfolg. Doch wie wichtig ist ein Sichtbarkeitsindex als Erfolgskontrolle von SEO-Maßnahmen in einem Onlineshop?

Sichtbarkeit im eCommerce

Was beschreibt der Sichtbarkeitsindex?

Eines vorweg: einen einheitlichen, also „den“ Sichtbarkeitsindex an sich gibt es nicht. Von verschiedenen Anbietern wird diese Metrik erhoben. In Deutschland ist der erhobene Wert des Anbieters SISTRIX am häufigsten vertreten. Spricht man vom „SI“, so ist in den meisten Fällen wohl automatisch vom SISTRIX Sichtbarkeitsindex die Rede. Aber auch die Metriken von SEOlytics und Searchmetrics sind mittlerweile verbreitet. Die Vorgehensweise zur Berechnung ist recht ähnlich. Es gibt eine Keyworddatenbank, zu welchen die Rankings der jeweiligen Webseite ermittelt werden. Je nach Wichtigkeit des Keywords gibt es auch eine größere Gewichtung im SI. Aus diesen Werten wird dann der entsprechende Index errechnet. Dabei die Sichtbarkeitsindizes in der verschiedenen Anbieter direkt zu vergleichen, macht allerdings nicht viel Sinn.

Macht der Sichtbarkeitsindex im eCommerce Sinn?

Traffic ist eine schöne Sache, ein hoher SI heisst gute Rankings. Gute Rankings bedeuten in den meisten Fällen viel Traffic. Bei Webseiten, welche ausschließlich auf Traffic aus sind, da Sie zum Beispiel durch Werbung monetarisiert werden, macht das durchaus Sinn. Auch beim Verkauf von „Gastbeiträgen“ kann man mit viel Traffic gute Preise verlangen. Im eCommerce funktioniert das so meiner Meinung nach nicht. Für einen Onlineshop ist qualifizierter Traffic wichtiger, also Besucher, welche über einen Themenbezogene Suchanfrage auf die Seite gelangen und somit potenzielle Käufer darstellen.

Möchte ich also Nüsse verkaufen und ranke relativ gut zu Keywords des Themas Waschnüsse, dann wirkt sich das eventuell positiv auf den SI aus, bringt aber keine Käufer auf die Webseite. Dies ist oftmals ein Problem von Blogs oder Newsbereichen der Onlineshops. Optimiert man hier die Artikel nicht, kann es schnell passieren, dass die Artikel zwar gut ranken, aber zu den falschen Keywords. Daraus resultiert wieder das oben beschriebene Problem.

Fazit:

Der Sichtbarkeitsindex sollte im eCommerce nur für einen externen Vergleich oder für die Vorstellung in der Chefetage genutzt werden. Intern darf man sich von den Schwankungen an sich nicht beeindrucken lassen. Hier ist es wichtiger sich einen „Korb“ an Keywords zu definieren und diesen regelmäßig zu überprüfen. Um einen schnellen Überblick zu bekommen, lohnt sich ein Blick allerdings trotzdem. So kann man beispielsweise auf einen Blick erkennen, ob die Webseite einen algorithmischen Penalty bekommen hat – dieser wird nämlich nicht in den Google Webmastertools angezeigt.

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